Eure Hochzeitssängerin auf Mallorca

Liebe Brautpaare, liebe Leser, seit fast einem Jahr lebe ich nun in der Hauptstadt der wunderschönen Sonneninsel Mallorca. Ich liebe das bunte Treiben in der Altstadt mit Straßenkünstlern und -musikern, zahlreichen geschmackvollen Restaurants und vielfältigen Märkten. Ich genieße den Duft-Mix aus Gewürzen, Orangen, Olivenöl und Meerwasser. Besonders gerne spaziere ich durch die kleinen Gassen mit niedlichen Geschäften. Und das Beste ist natürlich: das türkisblaue Meer direkt vor der Haustür.

Als Hochzeitssängerin aus Leidenschaft habe ich das große Glück, das tun zu dürfen, was ich am meisten liebe – kreativ arbeiten und singen. Für meinen wunderbaren Alltag, in dem ich meine Träume leben kann, bin ich unglaublich dankbar!

Bis zu diesem „traumhaften“ Leben war es jedoch ein weiter Weg. Lange Zeit konnte ich an die Worte Glück, Zufriedenheit und Dankbarkeit noch nicht mal denken. Wie habe ich es geschafft, mein Traumleben zu verwirklichen? Meinen langen Weg dorthin kann ich hier nicht komplett berichten. Doch ich möchte ein wichtiges Stück davon mit euch teilen – meinen inneren Reifungsprozess, ohne den mein Glück nicht möglich gewesen wäre.

Vor zwei Jahren kam ich zum ersten Mal nach Mallorca – im Gepäck einen großen Rucksack voll mit typischen Vorurteilen gegenüber der „Partyinsel der Deutschen“. Mein negatives „Malle“-Bild wendete sich jedoch schnell ins Positive... Schon bei meiner ersten Ausflugsfahrt von Andraxt nach Deià spürte ich ein wunderschönes, warmes Gefühl der Resonanz. Mit herrlich duftenden Pinienwäldern, atemberaubenden Steilküsten, zauberhaften Dörfern mit alten Kneipen und noch älteren Stammgästen ;) zog mich die Insel in ihren Bann.

Zurück in Deutschland fand ich mich wieder in der lauten, grauen Großstadt in meinem kleinen, stickigen Büro. Schlecht gelaunte Kollegen führten den üblichen Kaffee-Smalltalk. Eine lethargische Grundstimmung lag in der Luft. Mehrere Telefonate mit wütenden Kunden nahmen mir den letzten Rest meines Urlaubsglücksgefühls.

Immer stärker drängten sich Fragen in mein Bewusstsein wie: Gelten all die schlauen Lebensratgeber, die ich gelesen hatte, auch für mich? Sollte ich deren Aufforderung folgen: Lebe deinen Traum und deine Leidenschaft und alles andere kommt von selbst? Waren das nicht abgedroschene, naive Phrasen? Einige Monate vergingen, meine drängenden Fragen blieben.

Schon lange hatte ich an nichts mehr glauben können – nicht an die Liebe, nicht an mich selbst. Was mir besonders fehlte, war ein Urvertrauen ins Leben. Meinen Mangel an Vertrauen kompensierte ich mit einem übergroßen Bedürfnis nach Sicherheit. In unserer Leistungs- und Erfolgsgesellschaft wirken leidenschaftliche Musiker und Künstler oft unrealistisch und seltsam. Sie gelten als Schwärmer, die sich in ihren Gefühlen verlieren und auf Lebenszeit arme Schlucker bleiben. Doch was wären wir ohne Musik, ohne Kunst, ohne Träume und Sehnsüchte!? Wenn im Herzen etwas fehlt, kann man selbst im Luxus nicht glücklich sein! Diese Überzeugung wuchs immer mehr in mir und mit ihr mein Glaube daran, dass es für mich eine eigene Wahrheit und einen ganz eigenen Weg zum Glück gibt. Mein Glaube an meinen eigenen Weg ins Glück wurde bestätigt. Doch er führte über steinige, teilweise tränenreiche Pfade. Der Weg zu sich selbst bringt immer Steine und Tränen mit. Doch ich möchte euch alle dazu aufrufen: Traut euch und macht euch auf diesen Weg! Es lohnt sich!

Meine Sehnsucht nach „mehr“ und meine drängenden Fragen brachten mich schließlich dazu, mein gesteigertes Sicherheitsbedürfnis loszulassen. Dabei stellte sich vor allem eines als unerlässlich heraus: Das Vertrauen in das eigene Können, die eigene Person und ins Leben. Gerade als Frau empfand ich es als enorme Herausforderung, diese wichtige Basis zu schaffen. Sich als Frau über 30 für einen eigenen, außergewöhnlichen Weg und gegen Kinder zu entscheiden, stellt gesellschaftlich noch immer für viele einen Affront dar. So stieß auch ich im Freundeskreis auf große Ablehnung. Deshalb möchte ich gerade Frauen Mut zusprechen: Macht euch auf den Weg, den ihr wirklich gehen möchtet! Traut euch, alles aus euch rauszuholen! Sagt ja zu eurer inneren Schönheit, Stärke und Kraft! Und vor allem: Seid verrückt! Das Leben ist zu kurz, um jeden Tag normal zu sein.

Neben der Ablehnung in meinem Freundeskreis erfuhr ich auch Zweifel an meinem Gesang: „Vielleicht bist du nicht gut genug, um Erfolg zu haben.“ Das löste Unsicherheit und Angst in mir aus. Doch schließlich fragte ich mich: Wer definiert Erfolg? Selbst wenn 90 Prozent aller Brautpaare meinen Gesang nicht mögen sollten, gibt es immer noch die übrigen 10. Außerdem: Bin ich nicht schon längst erfolgreich genug, wenn ich meine Sehnsüchte und Träume leben kann? – Ich finde schon!

Jeden Tag einen kleinen Schritt auf dem eigenen Weg zum Glück zu gehen, das ist das Ziel. Doch wenn wir es aus Angst vor Steinen, Tränen, Ablehnung und Zweifeln nie wagen, mit Vertrauen, Mut und Kraft unseren eigenen Weg zu beschreiten, verwehren wir uns selbst ein wunderschönes Leben. – Ein Leben voller Freude und Leichtigkeit. Denn wenn man das tut, was man liebt, fühlt es sich leicht an. In meinem Fall ist das der Gesang. Egal, um welche Leidenschaft es sich bei dir handelt – es geht nicht darum, der Beste zu sein. Es geht einzig darum, von Herzen zu handeln.

Denn es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll.

Eure Dana

Hochzeitssängerin von Herzen


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